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BSE, MKS, Landwirtschaft und.....

Aktuelles im April 2002

Britische Medien berichten von einem neuen BSE Skandal. Danach wurde “potentiell BSE-infiziertes Fleisch”, das urspünglich zur Vernichtung vorgesehen war, von einem der größten Schlachthöfe in Wales umetikettiert und illegal an Supermärkte geliefert.
Insgesamt sind sieben Schlachthofmitarbeiter sowie Inspektoren des staatlichen Amtes für Lebensmittelsicherheit (MHS) festgenommen worden.
Die Londoner “Sunday Times” berichtet von “nicht geringen Mengen”, die in den Handel gelangt sind. Die Untersuchungen laufen weiter....

In den USA gibt es die erste vCJD Erkrankung bei einer 22-jährigen Britin. Die Ärzte gehen davon aus, dass sich die Patientin während ihres Aufenthaltes in England Ende der 80-er bis Anfang der 90-er Jahre dort infiziert hat. Menschen, die während dieser Jahre für längere Zeit in Großbritanien lebten, dürfen in den USA weder Blut noch Organe spenden.

Englische Immunologen meinen, dass die Ursache für BSE nicht Prionen, sondern das Bodenbakterium Acinetobacter ist. Vor Jahren schon haben sie nachgewiesen, dass an BSE erkrankte Kühe deutlich mehr Antikörper gegen Acinetobacter hatten als nichtinfizierte Tiere. Führende BSE Forscher stehen dieser Meinung skeptisch gegenüber.

Man kann wieder beruhigt Rindfleisch essen, berichtet die Zeitschrift Natur & Kosmos in ihrer April-Ausgabe; denn BSE ist keine Infektionskrankheit. Weitere Argumente:

  • trotz intensiver Suche konnte bisher kein Erreger gefunden werden.
  • es fehlt der Nachweis, dass durch das Verfüttern von Tiermehl Rinder an BSE erkranken.
  • es gibt keine konkreten Hinweise für einen direkten Weg von BSE zu der vCJD beim Menschen.

Der Mediziner und Biochemiker Prof. Roland Scholz sieht die Möglichkeit eines genetischen Defekts im Erbgut, dass sich durch die Züchtung stark vermehrt hat, und so zu den bekannten Ausmaßen der BSE Epidemie in England führte.

Die meisten der in Deutschland positiv auf BSE getesteten Rinder zeigten dagegen im Vorfeld keine Auffälligkeiten. Nach Prof. Scholz ist BSE auch keine neue Krankheit. Vor Jahrzehnten, als Rinder noch doppelt so alt wurden, waren es Hierlewirbelige, Veitstänzer, narrische Kühe. Sie wurden damals geschlachtet und verzehrt.

Ärger mit Rinderohrmarken.
Etwa 200.000 € haben die niedersächsische Tierseuchenkasse 2001 für Ersatzohrmarken bei Rindern ausgegeben. Die Rinderhalter investieren viel Zeit für die aufwendige Nachkennzeichnung, die bei Bullen zudem gefährlich ist. dazu kommt ein eventueller Schaden, der durch verlorengegangene Prämienansprüche entsteht.
Mitglieder im Kreislandvolkverband Oldenburg pochen jetzt auf die Produkthaftung der Ohrmarken-Hersteller und fordern eine entsprechende Entschädigung für den Mehraufwand. Notfalls wollen sie die Gerichte anrufen.

In Kürze- Monat April 2002

Den 600. BSE Fälle seit 1991 meldet Frankreich. In diesem Jahr ist es der 85.
Belgien verzeichnet 1 weiteren BSE-Fall, den 80. seit 1997, und der 15. in 2002.
Die Schweiz meldet 2 neue BSE Erkrankungen.
Von einem weiteren BSE Fall wird aus der Slowakei berichtet und Italien ist jetzt von insgesamt 60 positven BSE Test betroffen.
In Malaysia ist MKS ausgebrochen. Während am Monatsanfang von 30 betroffenen Kühen die Rede war, berichtet man zum Monatsende von 207 Fällen.

In Hessen und in Mecklenburg-Vorpommern ist bei je einem Schaf Scrapie festgestellt worden. In Hessen wurden alle 450 Tiere getötet.
Auch in Israel hat sich bei 2 Schafen aus unterschiedlichen Beständen der Scrapieverdacht bestätigt.

Die bestätigten deutschen BSE Fälle sind um 6 auf 177 gestiegen-
davon 79 in Bayern, 30 in Niedersachsen, 20 in Schleswig-Hosten, 15 in Baden-Württenberg. In den übrigen Bundesländern liegt die Zahl jeweils unter 10.

                    

  Ich wünsche Ihnen schöne Tage. Schauen Sie wieder vorbei!

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