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BSE, MKS, Landwirtschaft und.....

Aktuelles im März 2002

Ich wünsche Ihnen erholsame Osterfeiertage!

US Forscher um Prof. Prusiner haben bei einem Versuch an Mäusen herausgefunden, dass sich bei der Injektion von BSE krankem Hirngewebe das Muskelfleich dieser Tiere stärker mit Prionen anreichert. Die Ursache ist noch unklar; doch jetzt werden solche Versuche auch bei Rindern gefordert. Wenn dort ähnliche Erscheinungen auftreten, so könnte evtl. über diese Art  BSE bereits am lebenden Tier festgestellt werden.

Welche Konsequenzen beim Verzehr von befallenem Muskelfleisch für den Menschen bestehen, ist ebenfalls noch unklar. Bekannt ist jedoch, dass eine orale Übertragung äußerst ineffizient ist.

In diesem Zusammenhang: das Robert Koch Institut rechnet mit bis zu 600 vCJD Toten bis zum Jahre 2040 in Deutschland. In England sind die Experten mit solchen Vorhersagen sehr vorsichtig geworden. Obwohl statistisch gesehen jeder Brite bisher 50 mit BSE verseuchte Fleischportionen verspeist hat, ist über die Infektiösität bisher nichts bekannt

Alles Sch..... (Mist)!

Der bayrische Verbraucherschutzminister Sinner hat ein Düngungsverbot von landwirtschaftlichen Flächen mit Knochenmehl und Fischmehl gefordert. Nach seinen Worten besteht Gefahr, dass über diesen Weg BSE belastetes Tiermehl ausgebracht wird, dass von Rindern wieder aufgenommen wird, obwohl das Verfüttern von Tiermehl grundsätzlich verboten ist.

Das Bundesumweltministerium und das Verbraucherministerium stellen derzeit Überlegungen an, ob Klärschlamm und evtl. auch Gülle als “Sondermüll” deklariert und somit verbrannt werden sollen. Schon auf der gemeinsamen Konferenz am 13.6.2001 haben beide Stellen im Beschluss von Potsdam festgelegt, dass bei Gülle der gleiche Maßstab anzulegen ist, wie bei Klärschlamm.
Besonders Schweinegülle hat bei den Schwermetallgehalten Kupfer und Zink ähnlich hohe Werte wie der Klärschlamm. Sollten diese Gedanken in die Tat umgesetzt werden, so würde das aufgrund der hohen Kosten für die Entsorgung der Gülle das AUS für die schweinehaltenden Betriebe bedeuten

Guten Appetit!

Dr. Buchberger vom Institut für Chemie und Physik der Uni Weihenstephan hat je 48 Milchproben aus ökologischem und konventionelem Landbau untersucht und miteinander verglichen. Dabei wies die Ökomilch einen signifikant niedrigen Gehalt an Trockenmasse, Eiweiß, Casein, Nichtcasein, Reineiweiß, Molkeneiweiß, Asche und Phosphor gegenüber der konventionell erzeugten Milch auf. Keine bemerkenswerten Unterschiede wurden dagegen bei den übrigen 19 Qualitätsparametern festgestellt.

Bei einem Testessen von ökologisch und konventionell erzeugtem Schnitzelfleisch konnten die 15 Verbraucher in Münster kaum Qualitätsunterschiede feststellen. Weder die Köche noch die Verbraucher wußten, welches Fleisch zu welcher Kategorie gehörte. Bei einer Benotung von 1 bis 5 des frisch zubereiteten Fleisches nach den Kriterien Aussehen, Geruch, Geschmack, Zartheit und Faserigkeit bekam das Ökofleisch die Note 2,33 und das konventionell erzeugte Fleisch 2,55. Kaum jemand konnte die jeweilige Fleischprotion richtig zuordnen.
Der von den Schülern der hiesigen Landwirtschaftsschule durchgeführte Versuch ergab, das 95% der Testesser ihr Fleisch im Supermarkt oder beim Metzger kaufen und nicht bereit sind, für biologisch erzeugtes Fleisch einen über 2-fach höheren Preis zu zahlen

Lesen Sie bitte die kritische Analyse des BSE-Wahnsinns der Pharmazeutischen Zeitung. Hier bewerten 2 Experten das Risiko BSE und vCJD und bemängeln unter anderen die hohen Aufwendungen bei den BSE Tests.

In Kürze- Monat März 2002

8 neue BSE Fälle meldet Frankreich, damit erhöht sich dort in diesem Jahr die Zahl auf 66 und seit 1991 auf 581.
Belgien verzeichnet 1 weiteren BSE-Fall, den 79. seit 1997.
Die Schweiz meldet 2 neue BSE Erkrankungen.
In Irland ist in den ersten 6 Wochen des Jahres 2002 bei 72 Rindern BSE festgestellt worden. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es lediglich 33 Erkrankungen- im Jahre 2001 insgesamt 242. Experten rechnen durch die Verschärfung der dortigen BSE-Test (an allen Schlachtrindern über 30 Monaten) mit einem weiteren Ansteigen.

Die gemeldeten MKS Erkrankungen in North Yorkshire (England) haben sich nicht bestätigt.
Bei den im Landkreis Borken aufgrund von Scrapie getöteten Schafen ist an weiteren 4 Tieren diese Erkrankung festgestellt worden.

Die bestätigten deutschen BSE Fälle sind um 10 auf 171 gestiegen.

                    

  Ich wünsche Ihnen schöne Tage. Schauen Sie wieder vorbei!

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