Aktuelles zum Thema BSE

45. Woche 2001

Die MKS Gefahr ist keinesfalls gebannt. Durch die Gobalisierung zeigt die Verbreitung von hochgradig ansteckenden Tierseuchen eine steigende Tendenz. Das pan-asiatische MKS Virus  verbreitet sich seit seiner Entdeckung im Jahre 1990 in Südasien weltweit. Die FAO fordert eine Bekämpfung von MKS dort wo sie entsteht- in den Entwicklungsländern. Dazu müssten die Industriestaaten diese Länder entsprechend unterstützen, damit diese Krankheit unter Kontrolle gerät, so die FAO

Landwirte in Schleswig Holstein erhalten vom Land Beihilfen für finanzielle Ausfälle, die durch BSE entstanden sind. So beteiligt sich das Land mit 50,- DM für jeden BSE Test. Auch an den Defiziten der Tierkörperbeseitigungsanstalten (TBA), die in Schleswig Holstein von jährlich 2,5 Mio. DM vor BSE auf heute ca 9 Mio. angewachsen sind, will die Landesregierung mit einem Zuschuss von 3,1 Mio. DM in 2001 und 2002 für Entlastung sorgen

Walter Krämer, Prof. für Wirtschafts- und Sozialstatistik an der Uni Dortmund, sieht in der BSE- Bekämpfung eine milliardenschwere Geldverschwendung. Nach seinen Worten in einer NDR-Talkshow besteht für die deutsche Bevölkerung nur ein sehr geringes Risiko. Es sei nicht gerechtfertigt für die Bekämpfung und Risikominimierung 8 Mrd. DM an Steuergeldern auszugeben. Der Professor macht die Medien mit ihrer überzogenen Berichterstattung zwecks Auflagensteigerung für diese “Schieflage” bei der Risikowahrnehmung verantwortlich.

Anmerkung: jedes Jahr sterben zig-tausend Menschen in Deutschland an den Folgen von Tabak und Alkohol

Die Zahl der zu erwartenden vCJD Opfer haben britische Forscher deutlich nach unten revidiert. Während noch vor Monaten von einigen hundertausend Erkrankungen die Rede war, gehen die Experten heute vom hundertsten Teil dieser Werte aus. Sollten sich in den 80-er Jahren tatsächlich einige Mio. Briten an verseuchtem BSE Rindfleisch infiziert haben und davon sind bis heute 110 an vCJD erkrankt, so wäre die Inkubationszeit so lang, dass die Infizierten vorher an anderen Ursachen sterben.
(nachzulesen in der neuesten Ausgabe von “Science)

Die Slowakei meldet in dieser Woche ihren 2. BSE Fall.
In Japan ist vielleicht schon 1987 bei 2 Kühen BSE aufgetreten. Im April 1989 berichteten auf einer veterinär-medizinischen Konferenz Wissenschaftler von einer Scrapie ähnlichen Erkrankung bei 2 Kühen. Diese wiesen Gemeinsamkeiten mit den BSE- Fällen in England auf.

Die bestätigten deutschen BSE Fälle sind bis zum 10. November 2001
auf 121 gestiegen.

Im thüringischen Landkreis Bernburg ist bei einem 4-jährigen verendeten Schaf Scarpie festgestellt worden.

  Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche. Schauen Sie wieder vorbei!