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Heizen mit Holz- eine lohnende Alternative

   

Mein Leserbriefe in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften ab 2002:
                Holzheizung gegen hohe Ölpreise
haben ein vielfältiges Echo gefunden.

Hier noch einige zusätzliche Antworten und Tipps:

  • mein Holzverbrauch ist deshalb erhöht, weil ich ein schlecht isoliertes Haus habe.
  • mein Pufferspeicher von 1500 ltr. reicht nur zur Warmwasserbereitung im Sommer. Ansonsten werden mindestens 55 ltr/KW Heizleistung gerechnet.
  • die Pumpe für die Versorgung der Pufferspeicher sollte ausreichend groß bemessen sein, damit die Wärme zügig vom Kessel abgeführt werden kann.
  • ein sog. Thermomix-Ventil schließt automatisch den Heizungskreislauf solange die Kesseltemperatur unter 60 Grad liegt und beugt somit schlechte Verbrennung im unterer Temperaturbereich vor.
  • der Heizungsraum sollte leicht zugänglich sein. Trotz aller Versprechungen der Hersteller ist eine etwa 2 stündliche Kontrolle empfehlenswert, weil sich grobstückiges Brennholz im Brennraum verkeilen und somit ein Hohlraum entstehen kann.
  • optimal ist eine Lage des Heizungraumes, der eine maschinelle Beschickung zuläßt. In diesem Fall kann das Holz im Wald in Container gepackt und bequem und schnell bearbeitet und gelagert werden.
  • der Schornstein muß ausreichend bemessen sein. Bedenken Sie, daß die Abgastemperatur sehr niedrig ist. Bei einem schlecht isoliertem und zu kleinem Schornstein führt das zu Ablagerungen, die in Brand geraten können. Sprechen Sie mit Ihrem Schornsteinfeger!
  • 1 rm Laubholz ersetzt etwa 210 ltr., 1 rm Nadelholz ersetzt nur 160 ltr Heizöl!
  • Brennholz sollte beim Verfeuern höchstens 20% Feuchtigkeit enthalten. Bei entsprechender Lagerung ist dieserZustand nach 2 bis 3 Jahren erreicht.
  • jeder ltr. Wasser im Holz benötigt 0,7 KWh Energie. Brennholz, das einen Feuchtegehalt von 30% aufweist führt zu einem Heizwertverlust von 9%
  • feuchtes Holz führt zur Holzteer- und Rußbildung, der sich an den Wandungen des Kessels niederschlägt. Das wiederum führt zu einer schlechteren Wärmeabgabe.

Darum, nur genügend getrocknetes Holz verheizen.
Es lohnt sich!

           

Mein Holzvergaserkessel HV40 von Künzel!

Des Öfteren bin ich in der Vergangenheit gefragt worden, wie zufrieden ich mit meinem Holzvergaserkessel der Firma Künzel bin. Im Sommer 2008 habe ich meine Buchführung der vergangenen Jahre durchkämmt und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:

  • Ich habe den Kessel im November 1987 in Betrieb genommen und dieser hat inzwischen über 1000 rm Brennholz verfeuert. Keine Leckstellen oder Rosterscheinungen. Der damalige Kaufpreis betrug unter 5000 DM.
  • Im Frühjahr 1992 kam für rund 2500 DM ein 1500 ltr. Pufferspeicher hinzu, zuz. Einbaukosten.
  • In den 20 Jahren seit Inbetriebnahme habe ich knapp 2000 € für Ersatz- und Verschleißteile aufgewendet, also pro Jahr weniger als 100 €. In nur einem Fall beim Austausch des Thermomixventils fielen zus. Installationskosten an.

Alle Preise incl. Mehrwertsteuer. Mit der Bedienbarkeit und der Heizleistung des Kessels bin ich nach wie vor zufrieden und habe nichts zu beanstanden.

Mai 2010: der HV40 hat ein Stecknadel großes Loch und wird gegen ein gleiches Modell ausgetauscht. Da ich bisher mit dem Künzel sehr zufrieden war, kommt kein anderes Fabrikat in die nähere Auswahl. Außerdem sind sämtliche Anschlüsse fast identisch. Nur der Preis liegt um einige Werte höher, und das in Euro.
Zusätzlich zum Kessel wählte ich das Elektronikschaltfeld 414, das dem vorherigen 911T im Prinzip gleicht. Wesentlich verbessert ist natürlich die Steuerung des Kessels durch das Schaltfeld aufgrund der Temperaturen im Kessel, Puffer und Abgas. Aus diesen Werten wird z.B. die Gebläsedrehzahl angepaßt und die Heizungspumpen geschaltet. Auch eine elektrische Anzündung ist vorhanden.

Ganz anders konzipiert ist die Primär-und Sekundärluftführung im Kessel, was m.E. zu einer noch besseren Verbrennung des Holzes führt (sichtbar an der Flammenausbildung im Ascheraum). Das Anzünden ist wie auch vorher innerhalb weniger Minuten erledigt. Wartung und Reinigung sind genauso einfach.

Soviel vorab, im Winter werde ich weiter über meine Erfahrungen mit dem Neuen berichten....        (Der alte Kessel oder Teile davon stehen zum Verkauf >Klick<)

 Mein Verfahren zur Brennholzgewinnung!

Mein Holzlager besteht aus einfachen Schuppen, die nach allen Seiten offen sind. Lediglich das Dach schützt vor Feuchtigkeit.

Das Holz -zu etwa 90% Kiefer- lagert mindestens
2 volle Jahre.

Erzielte Stundenlöhne (incl. Holzwert) in Abhängigkeit vom Heizölpreis.
Die Maschinenkosten betragen ca. 5,- € je rm.
Der Arbeitsaufwand liegt bei 2,4 Std. je rm, für Fällen, Spalten, Transport, Einlagern und Verheizen.

Investitionskosten für eine Holzheizungsanlage sind unberücksichtigt, da diese identisch mit der Ölheizung sind!

Heizölpreis €/ltr
incl. MWST

1rm=100 ltr Heizöl
Lohn €/Std

1rm=150 ltr Heizöl
Lohn €/Std

1rm=200 ltr Heizöl
Lohn €/Std

0,50

18,80

29,10

39,60

0,55

20,90

32,30

43,80

0,60

22,90

35,40

47,90

0,65

25,00

38,50

52,10

0,70

27,10

41,70

56,30

0,75

29,20

44,80

60,40

0,80

31,30

47,90

64,60

0,85

33,30

51,00

68,80

0,90

35,40

54,20

72,90

0,95

37,50

57,30

77.10

1,00

39,60

60,40

81,30

Oben der “Lagerraum” am Holzwagen für die Rohre und Motorsägen.

Rechts ein Ausschnitt des Aufbaus.

Der Holzwagen...
...ist ein umgebauter alter Ladewagen. Er hat ein Fassungsvermögen von etwa 4,5 rm.

Dazu habe ich auf dem Rahmen im Abstand von etwa 45 cm Rechteckrohre (50*30mm) aufgeschweißt. Sie dienen als Holzunterlage und verhindern ein Einklemmen der Motorsäge beim Zersägen des gestapelten Holzes auf dem Wagen. Zu beachten ist, dass kein ursprünglicher Querträger des Wagens zwischen diesen Rechteckrohren verläuft. Das mindert den Sägekettenverschleiß.

Auf jedem Rechteckrohr ist im Abstand von 95 cm (etwas weniger als die doppelte Schwertlänge der Motorsäge) links und rechts je ein 2 Zoll 10 cm langes Rohrstück aufgeschweißt (siehe roter Kreis). In jedem 2. Rohrstück werden dann etwa 100 cm lange 1,5 Zoll Rohrenden und dazwischen eine Kombination, bestehend aus 40 cm lange 1,5 Zoll starke und 100 cm 1 Zoll starke Rohrenden eingesetzt. Diese abnehmbaren Rohre erleichtern das Be- und Entladen.

Im vorderen Teil der Wagens (ehemalige Ladeeinrichtung) ist ein Platz zum Unterbringen der Rohrteile, sowie der Motorsägen vorhanden

Das Holz wird im Wald gefällt, entästet und auf etwa 1 m abgelängt. Die Abschnitte über 20 cm Stärke (frisches Holz auch dünner) werden dort mit einem Hydraulikspalter gespalten (zur Beschleunigung der Trocknung). Am Holzlager wird dann mit der Motorsäge (55-er Schwert) das Holz auf dem Wagen zwischen den Rohren von beiden Seiten auf Ofenlänge (ca. 50 cm) gesägt.

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